Shan Sa: Bitterer Tee

Bitterer TeeSterben und wiedergeboren werden - in China ist es die Trauerweide, die den Menschen an Vergängliches und Neuerstandenes gemahnt. Und wenn der Zweig einer Weide zu einer Frau wird, deren Bestimmung die Liebe ist, wird sie sie suchen, ist sie zu einer nie endenden Reise von Jahrhundert zu Jahrhundert verdammt.
Von der staubbedeckten Metropole Peking zum ewigen Schweigen der Verbotenen Stadt, von der Ära der in Seide gehüllten Kurtisanen zur Kulturrevolution. Unüberwindlich scheinen die trennenden Kräfte, das Schicksal eines uralten Volkes - das dennoch das fast vergessene Geheimnis der Liebe bewahrt.


"In einer Zeit hysterischer Hektik und Supermarktphilosophien lädt Shan Sas Sprache - schön wie eine Blume - uns ein, die Türen zu dem fast vergessenen Geheimnis der Liebe zu durchschreiten", schreibt die ELLE. Und wie recht sie hat: Shan Sa schreibt, wie immer, absolut bezaubernd.
Eine Reise in eine fremde Welt, ein fremdes Land, mit seiner ganz besonderen Atmosphären, den ganz besonderen Menschen, der ganz besonderen Geschichte. Ein Buch, wie gemacht für kalte Wintertage, zum Träumen und Genießen. :]

4.12.05 12:29


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Paulo Coelho: Veronika beschließt zu sterben

Die Geschichte einer unglücklichen jungen Frau, die sterben will und erst angesichts des Todes entdeckt, wie schön das Leben sein kann, wenn man darum kämpft und etwas riskiert.

Woah, Paulo Coelho… <3 So ein wunderbar lebensbejahendes Buch! Es ist so berührend, wie diese junge Frau auf einmal anfängt, zu leben und zu lieben. So durch und durch positiv! Ich liebe dieses Buch! :]
27.8.05 15:09


Milan Kundera: Die Langsamkeit

Ein französisches Landschloss, eines jeder Relais-Châteaux, wo man glaubt, der Gegenwart noch für eine Weile entkommen zu können. Der Schriftsteller und seine Frau haben sich entschlossen, dort eine Nacht zu verbringen. Eine turbulente Nacht, denn durch das Schloss geistern merkwürdige Figuren: Ein junger Chevalier aus einer französischen Rokoko-Novelle, der zum Verführer und Opfer der in allen Listen der Liebe erfahrenen Madame de T. wird. Ein tschechischer Fliegenforscher, der seit 1968 auf dem bau gearbeitet hat und den bei seiner Rückkehr in die Welt der Wissenschaft die Rührung übermannt. Ein prominenter französischer Intellektueller, dem jedes Mittel zur Selbstinszenierung recht ist, und eine TV-Reporterin, die ihn mit ihrer unerwiderten Liebe verfolgt. Vincent, ein unschuldiger junger Mann, der diesem Medienclown vergeblich Paroli zu bieten versucht und sich statt dessen in die Arme einer jungen Stenotypistin flüchten will, wo er gewiss auch Aufnahme gefunden hätte, wenn – ja, wenn er nicht zuvor auf die Idee verfallen wäre, sie zum Nacktbaden im hoteleigenen Swimmingpool zu überreden. Dort kulminiert das lächerliche Spiel der Verliebten, ihrer Maskeraden und Verstellungen, in einer Szene von grotesker Komik.

Milan Kundera ist und bleibt einfach ein Künstler. Man mag das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, so leicht und bezaubernd ist es geschrieben. Wie die einzelnen Geschichten sich umeinanderwinden, Gegenwart und Vergangenheit… Gefällt mir sehr, sehr gut. :]
22.8.05 19:46


Haruki Murakami: Mister Aufziehvogel

Toru Okada ist unzufrieden mit sich und der Welt. Er fühlt sich wie ein Spielzeugvogel, der von wer weiß wem aufgezogen wird. Der 30jährige gibt seinen Job in einer Tokioter Anwaltskanzlei auf, um sich in Ruhe über einen Neuanfang klar zu werden. Nach seinem Ausstieg aus der Alltagswelt tun sich diesem "Mister Aufziehvogel" plötzlich Wirklichkeiten auf, von denen er bisher nichts ahnte: erotische, ökonomische und politische. Selbst über seine eigene Ehe drängen sich dem Helden Schwindel erregende Vermutungen auf. Er erkennt, dass unter dem Alltagsleben der Großstadtgesellschaft andere, geheime Kräfte wirken.

Zuerst muss ich sagen, dass ich das Buch nicht vollkommen verstanden habe; am Schluss wurde alles ein wenig verwirrend. Doch trotzdem war es einfach so gut! Ich habe lange kein wirklich gutes Buch mehr gelesen, dies ist auf jeden Fall eins. Wie Murakami Reales, Irreales, Vergangenheit, Gegenwart in dieser Geschichte vereint, ist einfach perfekt, man kann sich alles lebhaft vorstellen, sich in die Person(en) hineinfühlen...
In Murakamis Büchern kann man sich wie in wunderbaren Träumen verlieren, schreibt der Spiegel - wie recht er doch hat...
9.8.05 19:34


José Latour: Flucht aus Havanna

Elliot Steil, Sohn einer kubanischen Mutter und eines gebürtigen Amerikaners, der vor der Revolution auf der Insel arbeitete, ist ein vom Leben desillusionierter Lehrer in Havanna. Wie viele seiner Landsleute würde er Kuba gerne verlassen, hat sich jedoch längs in sein Schicksal ergeben. Doch dann bietet sich ihm unverhofft die Möglichkeit zu fliehen. Ein Mann, der sich als alter Freund seines verstorbenen Vaters ausgibt, erzählt ihm von den Verheißungen des gelobten Landes Amerika. Die Überfahrt nach Florida kostet ihn allerdings fast das Leben, stellt sich der mysteriöse Amerikaner doch als Betrüger heraus. Angekommen im Little Havanna von Miami macht sich Elliot auf die Suche nach ihm, um Rache zu nehmen…

Ja… Das Buch ist ok. Teilweise baut er sogar Spannung auf. Kuba wird schön beschrieben, das fand ich nett. Ansonsten etwas platte Story; für Urlaub ok, aber ansonsten zu anspruchslos.
27.7.05 20:06


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Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die Gewaltigste.

Heinrich Heine

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