Ken Follet: Auf den Schwingen des Adlers

Teheran 1978: Noch regiert der Schah, aber die Straße gehört bereits den islamischen Revolutionären. In einem Vorort von Paris wartet der Ayatollah auf seine triumphale Rückkehr.
Zwei amerikanische Spitzenmanager werden ohne Angabe von Gründen verhaftet. Ihr Leben ist in höchster Gefahr. Ein texanischer Multimillionär schickt seine "Adler" in den Iran. Ihr Auftrag: "Befreit die Männer um jeden Preis!"


Kein sonderlich gutes Buch. Ich bin bei Ken Follet wirklich hin und her gerissen; mal schreibt er total gut, mal sehr durchschnittlich. Dieses gehört leider zu letzterer Sorte. Das beste daran ist noch, dass man ein wenig den Verlauf der Revolution mitkriegt. Ansonsten weiß man eigentlich schon vorher, was passiert. Nicht so sehr spannend, ich bin nicht gerade begeistert.
27.7.05 20:05


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Terry Pratchett: Heiße Hüpfer

Irgendwo am Ende der Scheibenwelt gibt es einen Kontinent, der nur als missratene Schöpfung bezeichnet werden kann. Dort ist es heiß und trocken und alles, was nicht sowieso giftig ist, kann tödlich wirken. Also das glatte Gegenteil vom schönsten Ort auf der ganzen Welt und es droht mit ihm endgültig zur Neige zu gehen. Als Retter kommt nur ein Mann mit Hut in Frage, der dort durch die rote Wüste wandert. Ein Zauberer, der nicht einmal weiß, wie "Zauberer" geschrieben wird. Rincewind, der letzte Held…

Und ein weiteres geniales Scheibenwelt-Buch! Ich mag diesen skurrilen Humor von Terry Pratchett so sehr, es ist jedes Mal wieder toll. Vor allem, weil hier auch wieder die ganzen Zauberer der UU auftauchen, die so schön schrullig sind. Ganz großes Kino. :]
27.7.05 20:04


Shan Sa: Kaiserin

Eigentlich sollte sie ein Junge werden, als sie im siebten Jahrhundert zu Zeiten der sagenhaften Tang-Dynastie geboren wurde. Denn sie sollte die Schmach ihres Vaters rächen, den ein Staatsstreich in die Verbannung trieb. Doch das Schicksal will es anders, und mit zwölf Jahren gelangt sie als eine von zehntausend Frauen in die Verbotene Stadt, um dem Kaiser, dem Sohn des Himmels, zu dienen. Als das mutige Mädchen, das lieber wilde Pferde zähmt, anstatt sich den traditionellen weiblichen Beschäftigungen hinzugeben, dem Sohn des Kaisers ins Auge fällt, ist sie nicht länger eine von vielen. Sie gerät in die Kreise der Macht und damit in einen Strudel von Missgunst, Intrige und Mord, dem sie ihr Leben lang nicht mehr entkommen wird. Als Herrscherin über das größte Reich unter dem Himmel droht ihr der Verrat - selbst von den eigenen Kindern.

Zuerst mochte ich dieses Buch gar nicht, ich war geradezu enttäuscht von dem schleppenden Anfang, vor allem da mir doch Die Go-Spielerin so gefallen hatte. Doch dann wurde ich mitgerissen von der Geschichte. Der eindrucksvolle Weg einer Frau an die Spitze eine riesigen Reiches wird hier beschrieben; nein, nicht beschrieben, sondern lebendig erzählt! Man erfährt alles über diese Frau; alles über ihre Gedanken, ihre Motive, ihre Leidenschaften. Faszinierend und absolut lesenswert! :]
30.6.05 23:31


Jostein Gaarder: Durch einen Spiegel, in einem dunklen Wort

Es ist Weihnachten, und unten im Haus bereitet die Familie alles zum großen Fest vor. Da beginnt Ariel mit der kranken Cecilie zu sprechen: über die Schöpfung, den Kosmos und die Sinne, mit denen die Menschen die Schöpfung wahrnehmen. Umgekehrt möchte Ariel von Cecilie alles über das Leben der Menschen wissen, die im Gegensatz zu ihm ja sterbliche Geschöpfe sind. Zum ersten und letzten Mal in ihrem Leben sieht sich Cecilie herausgefordert, ihre Existenz in der Welt zu durchdenken. Ein unendlicher Kosmos tut sich ihr plötzlich hinter Wörtern und Begriffen auf, den sie nur bruchstückhaft erfassen kann. Doch bei aller Unfertigkeit ist sie am Ende der Welt und sich selbst ein großes Stück näher gekommen.

So ein zauberhaftes, philosophisches Buch! So anregend zum Nachdenken! Ein Engel und ein Mädchen unterhalten sich über Himmel und Erde und werfen dabei Fragen auf, die man sonst ganz selbstverständlich übersieht. Jostein Gaarder ist wirklich ein ganz fantastischer Autor, der so leise, so ruhig beschreiben kann. Von einem "lebensbejahenden Buch" schreibt eine Journalistin im Züricher Tages-Anzeiger - und sie hat so Recht! Ich habe wohl kaum je ein schöneres Buch über das Leben gelesen. :]
18.6.05 10:33


Isabel Allende: Die Stadt der wilden Götter

Der 15-jährige Alex aus Kalifornien landet unversehens in der grünen Wildnis des Amazonasgebietes. Dort lernt er nicht nur die junge Brasilianerin Nadia kennen, die mit Geistern und Tieren sprechen kann, sondern auch das geheimnisvolle Volk der Nebelmenschen. Gemeinsam mit Nadia besteht Alex das Abenteuer seines Lebens.

So realistisch und doch wieder fiktiv. Man kann den Stil nicht wirklich beschreiben. Was ich bisher von Isabel Allende gelesen habe, war ja immer sehr realistisch, aber dies ist nun anders. Etwas Fantasy kommt dazu, Magie. Und einfach so gut! Die Begegnungen mit den Indianern, mit den Ureinwohnern des Urwalds, sind so mystisch, so interessant. Und eine Spannung zieht sich durchs ganze Buch. Einfach klasse. :]
15.6.05 23:43


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Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die Gewaltigste.

Heinrich Heine

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