T. Aitmatow: Dshamilja

Rückblickend erzählt Said, ein Maler aus Kirgisien, die Geschichte seiner Liebe zu Dshamilja, der Frau seines Bruders, die dem damals Sechzehnjährigen in dem Moment bewusst wird, als Dshamilja mit einem anderen Mann, den sie liebt, aus dem Dorf flüchtet. Er erlebt mit, wie Dshamilja, von der er weiß, dass sie seinen Bruder, der im Krieg ist, nicht liebt, sich gegen ihre erwachende Liebe zu Danijar, dem Schweigsamen, wehrt und wie sie sich schließlich doch durch die Erkenntnis seines tiefsten Wesens ihm zuwendet, bis beide vor der Dorfbevölkerung fliehen müssen.

"Ich schwöre es, die schönste Liebesgeschichte der Welt.", schreibt der Übersetzer Louis Aragon im Nachwort. Die schönste ist es vielleicht nicht, aber eine sehr schöne auf jeden Fall. Sehr kurz, inklusive Vor- und Nachwort nur 95 Seiten, aber dafür passt jedes Wort. Ich habe selten ein so schönes Buch gelesen.
8.11.04 15:55


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F. M. Dostojewski: Der Spieler

Das Glücksspiel oder die Liebe - welches ist die größere Leidenschaft? Der Erzähler von Dostojewskis kurzem Roman, der Hauslehrer Alexej Iwanowitsch, glaubte bisher, seine Liebe zu Polina sei der eigentliche Sinn seines Lebens. Doch nachdem er für sein letztes Goldstück 100 000 Florin gewonnen hat, ergreift die Spielleidenschaft von ihm Besitz. Im Kampf zweier Leidenschaften obsiegt die Liebe zum Spiel als Herausforderung des Schicksals, selbstzerstörerisch, tragisch.

Ich will nicht sagen, dass es ein schönes Buch ist, das würde es nicht treffen. Aber es ist ein sehr, sehr gutes Buch! Und mitreißend, wie das Roulett, das eine zentrale Rolle einnimmt. Das Buch hat mir wirklich sehr gefallen. Auch wenn es auf den ersten Blick vielleicht etwas eintönig und langweilig wirkt, ist es sehr lesenswert!
23.11.04 16:23


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Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die Gewaltigste.

Heinrich Heine

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