Jostein Gaarder: Das Orangenmädchen

Georg hat seinen Vater kaum gekannt. Er starb, unheilbar krank, als Georg vier war. Doch plötzlich, elf Jahre später, ist da ein Brief. Der Vater hat ihn an den "großen" Sohn geschrieben und wie durch ein Wunder taucht er genau zum richtigen Zeitpunkt auf. Es ist ein Abschiedsbrief, natürlich, aber vor allem erzählt er von der hartnäckigen und bisweilen komischen Suche des Vaters nach einem geheimnisvollen Orangenmädchen - es ist die Geschichte einer großen Liebe. Für Georg ist die Lektüre des Briefes erst nur eine Reise in die Vergangenheit. Bis er begreift, dass es auch um seine Zukunft geht. Bald wird auch er sich fragen müssen, wie er es mit der Liebe und dem Leben hält. Der Vater kann ihm keine Antworten mehr geben. Aber er konnte ihm die richtigen Fragen stellen.

Eine wunderschöne Liebesgeschichte. Mit ein wenig Philosophie garniert. Eine herrliche Mischung! Die Suche nach dem Orangenmädchen ist so wunderbar romantisch und bisweilen traurig. Und dazu schafft es Jostein Gaarder, philosophische Fragen in die Geschichte einzubringen. Ein Buch zum darin Versinken und Nachdenken. Perfekt. =)
7.1.05 20:56


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Maria Nurowska: Briefe der Liebe

" 'Krystyna Chylinska ist nicht dein wirklicher Name', sagtest du wie beiläufig und ohne auf meine Antwort zu warten. Dabei weiß ich nicht, ob das eine Frage oder eine Feststellung war... In ein paar Minuten gehe ich von hier fort. Die Briefe, die ich dir während all der Jahre geschrieben habe, lasse ich hier", schreibt Krystyna Chylinska, die eigentlich Elzbieta Elsner heißt. Sie hatte sich ihr Glück erschlichen, sich unter falschem Namen ein neues Laben aufgebaut. In ihren Briefen an Andrzej, die sie ihm nie zu lesen gibt, legt sie Rechenschaft darüber ab.
Als Sechzehnjährige war sie ihrem Vater freiwillig ins Ghetto von Warschau gefolgt, wo sie als Prostituierte arbeitete, um sie beide durchzubringen. Nach der Flucht aus dem Ghetto nimmt sie eine neue Identität an. Doch immer lebt sie in der Angst, jemand könne sie wieder erkennen und ihre Existenz zerstören. Schließlich holt sie Vergangenheit sie ein: "Krystyna Chylinska ist nicht dein wirklicher Name...


Wenn man mit Sex nicht in Büchern konfrontiert werden will, dann sollte man dieses Buch nicht in die Hand nehmen. Aber ansonsten ist es nur empfehlenswert! Es kommt im Übrigen ohne detailliert beschriebene Sex-Szenen aus, aber dieses Thema spielt doch eine große Rolle. Allerdings nur auf den ersten Blick. Dahinter steckt die Geschichte über ein jüdisches, sehr individuelles Schicksal. Schön zu lesen. Ein Frauen-Roman, würde ich sagen. Ein bisschen spannend ist er auch. Ich mochte es sehr und habe einen Teil meines Wochenendes dafür geopfert. Und es hat sich gelohnt. =)
10.1.05 15:53


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Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die Gewaltigste.

Heinrich Heine

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