Paulo Coelho: Am Ufer des Rio Piedra saß ich und weinte

Pilar, die Erzählerin des Romans Am Ufer des Rio Piedra saß ich und weinte, hat über die Jahre zu ihrem Jugendfreund nur losen Kontakt. Um so überraschter ist sie, als sie von ihm eine Einladung zu einem seiner Vorträge erhält. Gespannt macht sie sich auf die Reise.
Während der kommenden Woche erwartet sie eine intensive Zeit. Einerseits lebt ihre alte Liebe wieder auf, zum anderen weiß sie, daß ihr Freund an seinem Priesterseminar bleiben will und sich ganz seinem Glauben widmen möchte.


Ein sehr wahres Buch über die Liebe und über alles, was sich dabei in und zwischen Menschen abspielt. Es bringt einen zum Nachdenken; man möchte am liebsten jeden einzelnen Satz behalten und in seinem Herzen tragen. Coelho beweist hier einmal wieder sein Einfühlungsvermögen. Hat mir sehr gefallen.

16.1.10 13:23


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Hermann Hesse: Glück

Was ist Glück? Dem Sinn dieses Wortes, das er auch für seinen Klang liebte, hat Hermann Hesse zeitlebens nachgespürt. Was er selbst als beglückend empfand, war selten materieller Natur – tiefste Quelle des Glücks waren ihm die Eindrücke, die wir der Empfänglichkeit unserer Sinnesorgane verdanken, der Fähigkeit, uns zu verlieben und hinzugeben, dem Erlebnis des Einklangs der Innen- mit der Außenwelt.

Zugegeben, ich habe dieses Buch nicht komplett gelesen, insgesamt vielleicht die Hälfte, immer mal hier und da ein bisschen. Ich denke, ich muss vielleicht noch älter werden, um dies alles besser verstehen zu können. Dennoch ist es wieder einmal ein Genuss gewesen, ein paar Worte Hesses lesen und fühlen zu können.
Die einzelnen Texte sind ganz unterschiedlich, mal Gedanken über ein Thema, mal ein kurzes Erlebnis, mal ein Gedicht; diese Vielfalt spiegelt auch die Vielfalt des Glücks wieder. Besonders gefallen hat mir "Über das Wort 'Brot'", dort schreibt er mir aus dem Herzen.
"Was unseren Sprachen in den letzten zwei Jahrhunderten an neuen Vokabeln zugewachsen ist, ist an Zahl ganz ungeheuer und staunenswert. [...] Es sind komplizierte, lange und anspruchsvolle Vokabeln, aber sie haben alle den selben Fehler, es mangelt ihnen eine Dimension, sie bezeichnen zwar, aber sie beschwören nicht [...]."
Und doch mag ich seine großen Erzählungen lieber, Das Glasperlenspiel wird vielleicht für immer unerreicht bleiben.

19.1.10 21:37


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Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die Gewaltigste.

Heinrich Heine

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