Isaac B. Singer: Schoscha

Warschau in den frühen dreißiger Jahren ist der Schauplatz dieser Liebesgeschichte zwischen dem Schriftsteller und Ich-Erzähler Tsutsik und Schoscha, der kindlich-naiven Gespielin aus den Tagen der Kindheit. Die Beziehung stößt auf Unverständnis, vor allem bei den Frauen, die Tsutsik für sich gewinnen wollen: Betty, die amerikanische Schauspielerin, die sein Talent bewundert; Celia, eine ältere verheiratete Frau; Thekla, das Zimmermädchen vom Lande, und Dora, die leidenschaftliche Kommunistin. So unsicher und zaghaft Tsutsik in seiner literarischen Arbeit auch scheint, so egoistisch seine Neigung zu anderen Frauen auch sein mag, so standhaft zeigt er sich in seiner Liebe zu der ihm vertrauenden, in ihrer irrealen Welt lebenden Schoscha. Ihretwegen verzichtet er auf die Flucht in die Vereinigten Staaten, als Polen von Hitlers Blitzkrieg bedroht wird, ihretwegen beschließt er, sein ungewisses Schicksal zu tragen.

Ein interessantes Buch. Ich bin ein wenig fasziniert von Tsutsik, der ist ein sehr toller Mann. Aufgeregt hat mich dagegen Schoscha, so jemand Naives, das geht mir absolut gegen den Strich. Aber dafür ist die Liebe zwischen diesen beiden auch wieder ungewöhnlich faszinierend. Ich bin etwas hin und her gerissen, wie ich dieses Buch finden soll. Auf jeden Fall ist es, wie gesagt, interessant.
17.4.05 23:48
 


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