Elizabeth George: Auf Ehre und Gewissen

Bredgar Chambers ist ein englisches Elite-Internat, wie es im Buche steht. Traditionen, Disziplin, Ehre und Leistung bestimmen das Leben der Schüler, denen eine glanzvolle Karriere nach dem Studium in Oxford oder Cambridge vorherbestimmt ist. Doch als eines Tages der kleine Matthew Whateley verschwunden ist und seine Leiche wenig später nackt und entstellt auf einem Friedhof gefunden wird, beginnt die strahlende Fassade von Moral und Kameradschaft zu bröckeln.
Inspector Thomas Lynley möchte sich zunächst nicht in den Fall einmischen, der außerhalb seines Zuständigkeitsgebietes liegt. Als aber John Contrel, der verantwortliche Lehrer von Bredgar Chambers und Hausvater des ermordeten Jungen, ihn um Hilfe bittet, kann er den Wunsch nicht ausschlagen. John Contrel und Thomas Lynley verbindet eine gemeinsame Schulzeit in Eton. Und so sieht sich der Inspector im Laufe der Nachforschungen in mehrfacher Hinsicht immer mehr in das fragwürdige System althergebrachter Moralgesetze verstrickt.


Ein schöner Krimi für zwischendurch. Krimis im Allgemeinen gehören ja nicht zu meinen absoluten Lieblingsbüchern, aber ich lese gern mal einen zwischen zwei anderen Büchern. Und Elizabeth George gehört auf dem Gebiet zu meinen Lieblingsautoren. Sie schreibt spannend, der Fall nimmt überraschende Wendungen, Ereignisse bekommen im Nachhinein ein ganz anderes Gesicht. Und auch diese Geschichte ist wirklich gut gemacht. Ein Blick hinter die Kulissen eines Elite-Internats, in dem Loyalität etwas zu groß geschrieben wird und veraltete Moralvorstellungen die Schüler einengen. Wirklich gut.
29.4.05 16:59
 


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