Benjamin von Stuckrad-Barre: Soloalbum

Die Ausgangssituation ist klassisch: Der Ich-Erzähler, gerade mal Anfang zwanzig, ist soeben von seiner Freundin verlassen worden; nach vierjähriger Beziehung nun per Fax der Schlussstrich. Ende, aus, vorbei. Natürlich ist der Verlassene im Moment des Aus so verliebt wie in all den Jahren nicht. Trotz verschiedener "Soloprojekte" in der gemeinsamen Zeit, trotz der gelegentlichen Gastrolle als Single, sozusagen, fühlt sich der Erzähler schlecht wie schon lange nicht. Gebührend wird der Verflossenen hinterher getrauert: Er ruft sie an, legt auf, geht joggen, sicht trinkend nach schnellem Ersatz, um doch nur wieder zurückzufallen, auf sie, auf sich und auf: OASIS. Denn natürlich hört er genau die Musik, die zu all seinem Unglück noch gefehlt hat. "You gonna live forever?" Von wegen...

Grandioses Buch. So jung irgendwie. Klar, das Thema erzwingt das ja irgendwie. Aber der Autor schreibt einfach so aus dem Leben gegriffen. Zeitnah. Und immer mit einer Portion Satire, Zynismus, Ironie. Einfach gut. :]
14.5.05 15:04
 


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Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die Gewaltigste.

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