Judith Hermann: Sommerhaus, später

Zwei Frauen, die auf einer Insel ein Spiel spielen, das "sich so ein Leben vorstellen" heißt. Ein Premierenfest, das ein unerwartetes, frühmorgendliches Ende in der Wohnung des Regisseurs findet. Ein Mann, der in einem Sommerhaus an der Oder Besuch erhält und an eine Vergangenheit erinnert wird, die er nicht mehr kennen will. Judith Hermanns Figuren inszenieren sich ihr Leben, sie lassen sich nur passiv oder als Zuschauer, nur spielerisch in "Lebensläufe" ziehen.

Eigentlich bin ich Kurzgeschichten gegenüber ja immer sehr skeptisch, aber diese Geschichten gefallen mir sehr. So zart schwebend geschrieben. Zwischen Traum und Realität. Ob über "normale" Menschen, weiß man auch nicht so genau. Eine kleine Sequenz, das Vor- und Nachher darf man sich selbst denken. Und gerade diese Offenheit macht die Erzählungen immer wieder anders. Traumhaft. =)
20.5.05 18:59
 


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