T. Aitmatow: Dshamilja

Rückblickend erzählt Said, ein Maler aus Kirgisien, die Geschichte seiner Liebe zu Dshamilja, der Frau seines Bruders, die dem damals Sechzehnjährigen in dem Moment bewusst wird, als Dshamilja mit einem anderen Mann, den sie liebt, aus dem Dorf flüchtet. Er erlebt mit, wie Dshamilja, von der er weiß, dass sie seinen Bruder, der im Krieg ist, nicht liebt, sich gegen ihre erwachende Liebe zu Danijar, dem Schweigsamen, wehrt und wie sie sich schließlich doch durch die Erkenntnis seines tiefsten Wesens ihm zuwendet, bis beide vor der Dorfbevölkerung fliehen müssen.

"Ich schwöre es, die schönste Liebesgeschichte der Welt.", schreibt der Übersetzer Louis Aragon im Nachwort. Die schönste ist es vielleicht nicht, aber eine sehr schöne auf jeden Fall. Sehr kurz, inklusive Vor- und Nachwort nur 95 Seiten, aber dafür passt jedes Wort. Ich habe selten ein so schönes Buch gelesen.
8.11.04 15:55
 


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